Montag, 29. August 2011

VOLLER EINSATZ FÜR DIE FANS - HINTER DEN KULISSEN EINES SONDERZUGES


 
Die Fans des 1. FC Kaiserslautern e.V. freuen sich immer wieder auf die Fahrt im Sonderzug, denn diese bietet eine ganz besondere Atmosphäre. Zwischen 600 und 800 Fans können so gemeinsam und kostengünstig den Weg zu einem Bundesligaauswärtsspiel antreten. Dementsprechend schnell sind die Fahrkarten meistens vergriffen. Doch so ein Sonderzug bedeutet auch eine ganze Menge Arbeit. Die Fanvertretung gewährt euch einen Einblick hinter die Kulissen der FCK - Sonderzüge:


Die Planung
Die Planung beginnt mit der Veröffentlichung des Spielplans durch die DFL, da zu diesem Zeitpunkt schon festgelegt wird, zu welchen Spielen ein Sonderzug eingesetzt wird. Kriterien hierfür sind die Kapazität des Gästeblocks, alternative Fahrtmöglichkeiten und vor allem der Pro-Kopf Preis. Aus diesen Faktoren wird eine Entscheidung für oder gegen einen Sonderzug abgeleitet. Ist der Sonderzug beschlossene Sache, gehen die Vorbereitungen los und die Planung kann beginnen.

Bei unserem Partner DB – Regio werden die Fahrten angefragt und die Preise ausgehandelt.

Sobald Fahrzeiten und Preis feststehen wird das Fahrtangebot in den Onlineshop gestellt und die Fahrkarten gedruckt. Parallel wird bei den ehrenamtlichen Helfern angefragt, wer für die Fahrt zur Verfügung steht, denn für die erfolgreiche Umsetzung einer Sonderzugfahrt ist eine ganze Reihe an Helfern nötig. Diese arbeiten während der Fahrt am Tresen, im Ordnungsdienst und bei der Fahrkartenkontrolle. Ergänzt wird das Team von einigen Personen die zusätzlich beim Beladen des Zuges uns unterstützen. In den Tagen vor dem Spiel startet schließlich die heiße Phase. Der Einkauf muss geplant, die Beschilderung für den Zug angefertigt und alle wichtigen Sachen, vom Kugelschreiber bis zum Wechselgeld, zusammengesucht
und eingepackt werden. Die Getränke werden beim Händler bestellt und direkt eine Stunde vor der Abfahrt zum Bahnhof geliefert.

Im Einsatz
Am Bahnhof startet der zweite Akt. Der Sonderzug wird von den ehrenamtlichen Helfern beladen und die Beschilderungen werden angebracht. Im Zug steht die Fanbetreuung jederzeit bei Problemen und Fragen zur Verfügung. Es werden die gültigen Fahrkarten kontrolliert und die Tresen-Crew sorgt für das passende Ambiente.
Durch ständige Kontrollgänge wird darauf geachtet, dass es zu möglich keinen Fehlverhalten im Zug kommt. Sollten es zu Beschädigungen oder Verunreinigungen kommen, erfahren die Täter die ersten Sanktionen, was von einer kleinen Geldstrafe bis zum Ausschluss von der Zugfahrt führen kann. Bei mutwilliger Zerstörung oder dem Ziehen der Notbremse, müssen die ermittelten Personen mit weiteren Schadensersatzansprüchen von Seiten der Bahn rechnen.
Während der gesamten Fahrt ist das Team, für die Fans im Einsatz. Oftmals kommen die Helfer gar nicht zum Schlafen, sodass am Ende einer Tour – wie nach Wolfsburg – für einige Helfer 30 Stunden ohne Schlaf zu Buche stehen.
Zwar gibt es im Zug eine Rückzugsmöglichkeit, doch wirklich abschalten kann dort kaum einer. Am Zielort werden der Zug noch einmal kontrolliert und die Sachen verstaut, ehe es auch für das Sonderzug-Team zum Spiel geht. Während die Fans im Stadion ihre Mannschaft anfeuern, wird der Zug auf einem Abstellgleis durch eine Reinigungsfirma gereinigt. Ein toller Service, denn so ist auch auf der Rückfahrt ein nettes Ambiente gesichert. War der FCK erfolgreich, steigt auf der Rückfahrt meist die große Party. Bei einer Niederlage wird es hingegen oftmals relativ schnell ruhig. Auf jeden Fall unter Strom steht hingegen das Tresen-Team, denn egal, ob Sieg oder Niederlage, ein Grund zum Trinken findet sich meist immer.

Die Nachbereitung
Mit der Ankunft in Kaiserslautern endet für die Fans das Erlebnis Sonderzug, nicht jedoch für die Sonderzug-Crew. Der Zug muss entladen und die Überbleibsel der Fahrt im Transporter weggebracht werden. Am Montag wird dann alles wieder ausgeräumt und entsprechend verstaut. Außerdem muss das ganze Pfand zurückgebracht werden. Im Büro warten zusätzlich noch die Abrechnung für die Einnahmen am Tresen, die Rechnungsbearbeitung des Zuganbieters und die ggf. nötige Abwicklung von Schäden am Zug. Im Anschluss erfolgt natürlich auch eine Aufarbeitung, in der festgehalten wird, was gut und was weniger gut gelaufen ist. Beispielsweise, ob Getränke frühzeitig „aus“ waren oder das Ordnerteam über- oder unterbesetzt war. Diese Erkenntnisse werden in der nächsten Vorbereitung auf einen Sonderzug direkt berücksichtigt. Selbstverständlich wird auch dem ganzen ehrenamtlichen Team im Nachgang noch einmal für die geleistete Unterstützung der Dank ausgesprochen. Denn ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre ein Sonderzug in dieser Form gar nicht möglich.  
  
Der Vollständige Bericht wurde veröffentlicht im Stadionmagazin beim Spiel gegen Bayern München:

Helfer Gesucht!

Die Gruppe „Helfer“ wurde von der Fanvertratung einberufen. In dieser sind FCK-Fans, die die Fanarbeit an und außerhalb der Spieltage engagieren möchten, genau richtig. Die Mitglieder der Projektgruppe „Helfer“ unterstützen in unregelmäßigen Abständen die Arbeit der Fanbetreuung, in dem sie sich zum Beispiel zum Plakate verteilen oder als Helfer bei Sonderzugfahrten, Fanclub-Turnieren oder Aktionen am Spieltag zur Verfügung stehen.
Per Email werden die Mitglieder dieser Projektgruppe über anstehende Aktionen informiert und können dann über ihre Unterstützung entscheiden. Einzige Voraussetzung für die Registrierung als Helfer ist die Verbundenheit zum 1. FC Kaiserslautern. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich beim Fanvertreter Christoph Balzer unter folgender Email Adresse zu melden: balzer-fanvertreter-fck@t-online.de.
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